paulo mendes da rocha

Paulo Mendes da Rocha ist einer der wichtigsten Architekten des 20. Jahrhunderts und eine internationale Referenz für zeitgenössische, brasilianische Architektur. 1928 in Brasilien geborene begann Mendes da Rocha seine Karriere in den 1950er Jahren in São Paulo. Er schuf die Grundlagen der Paulista-Schule und war Mitglied einer Gruppe, zu der u.a. João Batista Vilanova Artigasand und Lina Bo Bardi gehörten und die als „brasilianische Brutalisten“ bekannt wurden. Im Gegensatz zur Carioca-Schule in Rio, die durch Oscar Niemeyers glatte, kurvenreiche, weiße Formen geprägt ist, bevorzugte die Gruppe eine klobigere Form und rauere Betonoberflächen. Sein erstes Zeichen in der Architektur setzte er im Alter von 30 Jahren mit dem Paulistano Athletic Club. Viele weitere Meisterwerke folgten. Für die Lobby des Paulistano Athletic Clubs von São Paulo entwarf Mendes da Rocha 1957 den legendären Paulistano Sessel. Heute ist der Paulistano Sessel eine Ikone des Mid-Century Designs und Teil der permanenten Sammlung des Museum of Modern Art in New York (MoMA). Jedes seiner Gebäude, das sich durch immense Kraft und Anmut auszeichnet, ist auf die sozialen und ästhetischen Bedürfnisse des Menschen ausgerichtet. Zu seinen bekanntesten Werken gehören das Museum für zeitgenössische Kunst (1975) an der Universität von São Paulo, der Forma Furniture Showroom (1987) in São Paulo und das brasilianische Skulpturenmuseum (1987-1992). Zu seinen jüngsten Projekten zählt der Masterplan für die Vigo-Universität in Galizien/Spanien und der Boulevard des Sports in Paris. Als Anerkennung für seine berühmten Werke wurde Mendes da Rocha mit den prestigeträchtigsten Preisen ausgezeichnet, u.a. den Pritzker-Preis, den Goldenen Löwen auf der Biennale in Venedig und den japanischen Praemium Imperiale-Preis.